das letzte wöchentliche warten-auf-den-Vizsla-Posting

...denn nun sind es nur noch 5 Tage.

In der letzten Woche ist so einiges passiert. Ich habe einen Großeinkauf bei zooplus.de gemacht und dabei einen 20%-Gutschein genutzt. Trotzdem hat es meinen Geldbeutel auf links gedreht...
Jetzt habe ich so ziemlich alles - denke ich - Hundekissen, Halsband, Geschirr, Führleine, Schleppleine, Napf, Futter (das von Ruth empfohlene), Leckerlies, Spielzeug ;o)

Außerdem habe ich über mein Mütter-Internet-Forum, dem ich jetzt schon fast 10 Jahre angehöre, eine super nette Tierärztin aus Wien kennen gelernt, die für ein Tierheim in der Slowakei arbeitet und mir jederzeit Hilfe angeboten hat, falls ich Fragen oder Probleme haben sollte (weißt Du, worauf Du Dich eingelassen hast, Saffy ;o)...?). Sie hat mir diverse Bücher empfohlen - ich bin derzeit fast nur noch am Lesen. Daher habe ich hier auch schon über eine Woche nichts mehr eingetragen...

Das Wetter ist derzeit grausam. Es schneit seit über einen Monat ununterbrochen. Die Kids hätten eigentlich am Freitag Zeugnisse bekommen sollen, aber aufgrund der Witterung ist die Schule ausgefallen. Schnee ist ja eigentlich schön, aber dann doch lieber in der Adventszeit. Jetzt bin ich ihn langsam wirklich über. Zumal für Mitte der Woche wieder Schneesturm etc. angesagt wurde. In Anbetracht dessen, dass wir am Samstag insgesamt mehr als 600 km fahren müssen, sind das nun wirklich keine tollen Aussichten...

Nunja, zumindest Autotechnisch sind wir weitergekommen. Thomas guckt nun verstärkt nach einem Renault Scenic für mich, hat auch schon ein oder zwei in der engeren Auswahl. Aber die sind - noch - zu teuer... Ich hoffe, wir schaffen, das alles bis zum Wochenende abzuwickeln und vor allem - dass der Wagen dann auch Winterreifen hat...

Heute werde ich mal wieder Ruth anrufen, dort habe ich mich auch schon seit über einer Woche nicht mehr gemeldet. Ich finde es absolut klasse von ihr, dass sie Izmos noch drei Wochen behalten hat, bis ich Urlaub habe. DANKE ) Ich überlege mir noch eine kleine Überraschung für sie, ist nur nicht so leicht, weil ich sie ja eigentlich gar nicht kenne. Aber mit fällt schon noch was ein...

So, morgen dann mehr...

1.2.10 15:07, kommentieren

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Zu früh gefreut...

Tja, das nächste Mal bin ich nicht so vorlaut... Meine Kinder sind ganz und gar nicht der selben Meinung wie ich, was den Namen betrifft. Meine Tochter glaubt, den kann man sich üüüberhaupt nicht merken. Oh man, nun gut, dann wieder alles auf Anfang. Wir haben uns jetzt einhellig entschlossen (und das steht jetzt auch wirklich fest!), dass wir erstmal warten, welcher Name uns einfällt, wenn Noch-Izmos bei uns ist.

25.1.10 17:56, kommentieren

Die Entscheidung ist gefallen...

Nur ein kleines Update bezüglich der Namenssuche:

Gestern bei meiner Schwester Silke diskutieren wir ausgiebig bei einem Gläschen (letztlich waren es dann auch drei bis vier...) Wein über den Namen unseres zukünftigen Familienmitglieds.

Letztendlich waren wir Frauen und unsere Männer der einhelligen Meinung, man dürfe Izmos seinen Namen nicht nehmen.
Er hatte bereits einiges Hin und Her (war kurz nach Silvester schon mal bei einer potentiellen Familie, die ihn dann aber aus persönlichen Gründen nach zwei Tagen zurück in die Pflegestelle gab) und der Name hat ja auch eine gewisse Bedeutung. Er bekam ihn in der ungarischen Auffangstelle, da er so muskulös (=izmos) ist. Außerdem ist er eben ein waschechter Ungar und da wären beispielsweise Namen wie Pablo oder Bello (oder Achmed, wie mein Freund vorschlug *hiebindieseite*) eher unpassend. ;o)

Bei meiner Recherche im Internet kam ich auf eine Übersetzungsseite und weiß nun auch die korrekte Aussprache des Namens: Iismosch, und irgendwie - je öfter ich mir den Namen leise vorsage - kann ich mich, denke ich, gut dran gewöhnen.

Ich freue mich schon so unendlich auf meinen Süßen und mit jedem Tag weiß ich mehr, dass es die richtige Entscheidung war, ihn aufzunehmen. Anfangs hatte ich mich eher treiben lassen, manchmal war es so, als ob mich jemand anders steuert - so etwas unwirklich. Aber nun merke ich, hat sich mein Verstand vollends über mein Bauchgefühl hinweggesetzt und die Richtung haben wir dennoch beibehalten. Also muss es einfach richtig sein.

24.1.10 14:51, kommentieren

Der Nestbau beginnt...

Hier also ein neues "warten-auf-den-vizsla"-Update ;o)

Es ist kaum zu glauben, es erinnert mich schwer an meinen damaligen Nestbautrieb als Schwangere. Noch nie saß ich so oft und lange vor dem Internet vor diversen Such- und Shop-Seiten  - um mir Hundeutelsilien anzusehen. Was man alles benötigt...

Freßnapf, Halsband, Leine natürlich, dann ein Geschirr mit Schleppleine, Spielzeug (er liebt Quietschebälle und Frisbees) und dann die große Suche nach einem adäquaten Schlafplatz. Ich habe das Ridgi-Pad entdeckt, das scheint mir ganz sinnvoll gemacht, und ich habe auch eine Preiswert-Version von Primuss gefunden ;o) - evtl erstmal zum Ausprobieren, bevor man einen knapp dreistelligen (VOR dem Komma...) Betrag für so etwas ausgibt und nachher mag er es nicht.

Vorgestern habe ich ein langes Telefonat mit seiner Pflegestelle geführt. Ruth berichtete mir, dass er sich sehr gut macht. Sie hat ihm ein Hundekissen angeboten, das er auch angenommen hat - aber der kleine Racker huscht dann doch ganz gern mal "unbemerkt" aufs Sofa ;o) Christina empfahl mir bei unserem Vorgespräch am letzten Samstag für solche Fälle eine Hundebox fürs Wohnzimmer. Mit diesem Gedanken kann ich mich aber noch nicht so sehr anfreunden. Sieht erstens nicht so toll aus zu meiner "schwedischen" Einrichtung und zweitens muss diese Box natürlich auch eine gewisse Größe haben. Wenn sie dann doch nicht benötigt wird, weiß ich nicht, wohin damit...
Man könnte sie dann sicherlich auch zum Transport im Auto benutzen... - Da bin ich mir auch noch nicht so sicher, wie ich das handhaben werde. Vor allem weiß ich noch nicht, in WELCHEM Auto dieser Transport dann zukünftig stattfinden wird - mein Twingo ist definitiv zu klein ;o). Ich liebäugel daher mit einem Scenic oder dergleichen, denn einen Kombi möchte ich mir nicht unbedingt in die Garage stellen... Mal sehen, ich habe noch zwei Wochen Zeit.

Er hatte übrigens Giardien und muß hier auch weiterhin engmaschig kontrolliert werden. Da muß ich mich auch noch richtig schlau lesen. Ich habe damals zu meiner Katzenzeit auch gelegentlich über Giardien und die Gefahren der Übertragung gelesen, aber alle drei Katzen waren zum Glück nie befallen...

Außerdem scheint er - möglicherweise aufgrund der Infektion -etwas Futter empfindlich zu sein. Daher werde ich ihn wahrscheinlich kohlenhydratarm ernähren, also fallen die meisten Futtersorten schon mal weg. Barfen wollte ich nicht unbedingt - bin selbst kein großer Fleischfreund... ;o) Ruth füttert derzeit Neuseeland von HappyDog, da ist das Getreide fermentiert und daher wohl besser für einen Fleischfresser verdaulich (also ähnlich des Mageninhalts eines Beutetiers *örks* ;o))

Ich kann es kaum noch erwarten - 2 Wochen noch! Am liebsten würd ich ihn heute schon holen, aber das geht leider nicht. Ich habe erst ab dem 8. Februar zwei Wochen Urlaub und außerdem müssen ja noch die ganzen o.g. Dinge organisiert werden. So bleibt mir nur der morgendliche Blick auf sein Profil der Vermittlungsseite mit den vielen wunderschönen Fotos *schmacht*. Ich denke, Ruth hat nichts dagegen, wenn ich eins ihrer Bilder hier einstelle

Ist er nicht ein Traum von Hund...

Aber das wichtigste fehlt ohnehin noch:
Der NAME.

Wir können uns alle irgendwie nicht so mit Izmos anfreunden. Zwar sieht er geschrieben ganz schön aus, aber niemand weiß so recht, wie er ausgesprochen wird. Er bedeutet auf ungarisch "Muskel", da die Tierfreunde in Ungarn fanden, Izmos wäre sehr muskulös. Ruth sagt, sie nennt ihn meist "Ischmoss" oder "Issmo" . Er reagiert auf beides, also scheint er da glücklicherweise ziemlich flexibel zu sein.

Naja, ich hab ja noch zwei Wochen Zeit...
;o)

23.1.10 14:29, kommentieren

ein Gedanke war geboren...

Manchmal hat man eine fixe Idee und dann wird sie einfach zum Selbstläufer. Man fragt sich, greife ich jetzt ein und lasse den Verstand walten, oder lasse ich einfach alles laufen, denn alles wird gut, irgendwie...?

So richtig begann diese Geschichte kurz nach Weihnachten 2009. Im Internet suchte ich nach Züchtern meiner Lieblingsrasse Magyar Vizsla, einem ungarischen Vorsteherhund. Ich saß gerade mit meinem Laptop auf dem Sofa bei meinem Freund, als ich auf diese Seite stieß, die mich immer noch sehr berührt. Dieser Verein rettet diese wundervollen Hunde in Ungarn aus dem größten Elend. Eigentlich war ich auf der Suche nach einem Welpen, wollte schon mal schauen, welcher Züchter für den Sommer einen Wurf geplant hat. Aber diese Seite ließ mich nicht mehr los und eines dieser Fellnasen wurde so liebevoll charakterisiert, dass ich mir spontan dachte, der würde doch zu uns passen. Er kam aus einer deutschen Familie, kannte Kinder und alle Kommandos. Ich füllte den Haltungsbogen aus um mich für diesen Hund - Arco - zu bewerben. Parallel rief ich die dort angegebene Mobilnummer der Vermittlerin von Arco an. Ich erwischte sie - wie sollte es auch anders sein - in mitten einer Einkaufspassage im größten Stress. Leider mußte sie mir zudem auf die schnelle mitteilen, dass Arco bereits vermittelt wäre, es aber noch viele andere Hunde gäbe, die auf ein schönes neues Zuhause warten würden. Sie bot mir an, den Haltungsbogen einfach auszufüllen und sie würde sich in den nächsten Tagen bei mir melden.

Am 30.12. klingelte mein Telefon und Simone, die Vermittlerin war am Apparat. Wir unterhielten uns über eine halbe Stunde über die Homepage, über die Hunde, über mich. Wir gingen den Haltungsbogen Punkt für Punkt nochmal durch... Und sie bestätigte nochmals, dass Arco - leider - unmißverständlich vergeben sei und seine neuen Besitzer ihn Mitte Januar aus der Pflegestelle abholen kommen würden.
Ich hatte mich in der Zwischenzeit bereits weiter auf der Seite umgesehen und mir waren zwei weitere Hunde aufgefallen. Einmal Fregoli, eine Hündin mit einem Handicap - sie hat eine Kniefehlstellung, sowie der Rüde Izmos, ein zwei- bis dreijähriger Halbstarker, der allerdings sehr wenig charakterisiert war - aber ein Bild von einem Hund...

Leider war Izmos auch bereits versprochen und eigentlich wollte ich auch lieber einen Rüden als eine Hündin, da ich eigentlich - wenn mit Hund - immer nur mit Rüden zusammen gelebt hatte. Und da ich sowieso eher zu den Vizsla-Unerfahrenen Menschen gehöre, traute ich mir einen Hund mit Handicap auch irgendwie doch nicht zu - ganz ehrlich... Also Gedanke lieber wieder verworfen.
Nun gut, Simone meinte, es wären noch einige Hunde in Ungarn im Shelter. Diese würden in den nächsten Tagen auf die Homepage kommen und wenn ich meine, es wäre ein sympathischer Vierbeiner für mich dabei, dann würden wir nochmal telefonieren.

In der Zwischenzeit setzte ich mein nahes Umfeld von meinem Vorhaben in Kenntnis. Meine Mutter fand mein Vorhaben ganz gut, allerdings hatte ich das Gefühl, sie konnte sich nicht wirklich was darunter vorstellen. Mein Vater rastete erstmal aus und sah mich schon in den Fängen von irgendwelchen Internet-Gaunern. Mein Freund war auch nicht so begeistert, dafür meine Kinder umso mehr.

Naja, letztlich bin ich diejenige, die entscheiden muss. Und der Wunsch, einen Hund dieser Organisation aufzunehmen, wuchs immer mehr.

Am 05. Januar klingelte mein Telefon. Es war ein Mann dieser Organisation dran, Jürgen. Anscheinend ist Izmos umständehalber wieder frei geworden und er war sein Vermittler. Da ich im Gespräch mit Simone Interesse an ihm bekundet hatte, fragte er mich, wie ich noch dazu stehe, ob ich mir vorstellen könnte, Izmos aufzunehmen.

Puh, das war natürlich jetzt sehr spontan... Aber erstmal würde ohnehin eine Vorkontrolle stattfinden, bei der ein Mitglied des Vereins zu mir nach Hause kommt und guckt, ob denn auch alles so ist wie es sein soll und wie ich es im Haltungsbogen angegeben habe. Zudem gäbe es noch zwei weitere Interessenten für diesen Hund, so dass meine Chancen also reell bei 33,33 % lägen. Naja, zu früh gefreut.... 

Man würde sich bei mir melden...

Und inzwischen hatten sich meine Eltern - bzw. mein Vater - auch wieder beruhigt. Sie sind eigentlich die größten Hundefreunde und ich würde fast wetten, sie würden meinen Hund mehr lieben als sie sich es jetzt vorstellen könnten. Aber sie machen sich verständlicherweise auch Sorgen. Immerhin ist es auch eine große Verantwortung, man weiß nicht, was genau auf einen zukommt und zudem gibt es ja noch meine beiden Kinder, 9 und 11 Jahre alt.

Okay, am 09. Januar klingelte abermals das Telefon. Nicht, dass es so aussieht, als hätte ich sonst´niemanden, der mich anruft, die vizsla-unwichtigen Telefonate meiner Familie/Freunden  lass ich jetzt mal weg .
Es war also eine Frau dran, die mit mir einen Termin zur Vorkontrolle vereinbarten wollte. Sie selbst war Vizsla-Züchterin und gehörte dem Verein an, war selbst schon als Pflegestelle tätig gewesen und war auch als eingetragene Züchterin im Internet präsent (diese Information also für meinen Vater, der ja Angst um sein kleines großes Mädchen hat...). Man vereinbarte einen Termin für den 16. Januar.

Und dann ging alles ziemlich schnell. Die Vorkontrolle war super positiv. Christiane und Friedhelm sind absolut sympatische Menschen, wohnen zudem nur 30 km von mir entfernt und boten sich im Fall der Fälle gerne als Ansprechpartner für mich an. einen Tag später rief mich auch Jürgen wieder an und überbrachte mir die frohe Botschaft: Izmos ist mein Hund!  
Er gab mir die Telefonnummer der Pflegestelle, ich hielt dort kurz Rücksprache und jetzt geht es los zu organisieren. Hundekörbchen, neues Auto (ist eh fällig, mein Freund ist Autohändler, da sollte das klappen), den Chef vorsichtig nach ein bis zwei Wochen Urlaub fragen...

Ich lasse einfach mal alles auf mich zu kommen und alles wird gut.

Und hier beginnt die Geschichte also...

2 Kommentare 17.1.10 20:48, kommentieren